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sorriso

Umschreibung des Bewegungsablaufes

Wenn sich der Mund zur Stimmgebung öffnet, dürfen die Gelenkfortsätze des Unterkiefers nicht zu weit aus den Gelenkspfannen bewegt werden, damit das Gaumensegel trotz der Mundöffnung in seiner leicht angehobenen Stellung verbleiben kann. Dies in Abgrenzung zu einem Absenken des Unterkiefers, bei dem die Gelenkfortsätze des Unterkiefers deutlich aus den Gelenkspfannen herausbewegt werden und das Gaumensegel mit in die Tiefe gezogen wird.

Die Kieferöffnung des Lächelns geht nicht mit einem Breitziehen der Lippen einher, ist also kein von aussen sichtbares Lächeln. Stattdessen werden die Mundwinkel möglichst eng zueinander eingestellt, um den Stimmklang möglichst zu bündeln. Dieser Bewegungsablauf wird canalizzare la voce genannt und ist separat abgehandelt.

Propriozeptive Wahrnehmung

Die korrekte Ausführung des sorriso kann kontrolliert werden, indem ein Finger auf den Gelenkfortsatz des Unterkiefers direkt vor dem Ohr gelegt wird. Der als erhabene Stelle wahrnehmbare Gelenkfortsatz darf sich während dem Öffnen des Unterkiefers nicht zu weit aus der Gelenkspfanne heraus bewegen, sondern muss vor dem Ohr bleiben. Diese Regel darf allerdings nicht militärisch ausgelegt werden. Das sorriso ist dann richtig ausgeführt, wenn die Kieferöffnung zu keinen Fehlspannungen in den an der Phonation beteiligten Körperstrukturen führt.

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